Über den Vis Moot

Der Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot ist der weltweit führende studentische Wettbewerb für internationales Schiedsverfahrensrecht und UN-Kaufrecht. Er ist nach dem Niederländer Willem Cornelis Vis (1924-1993) benannt, einem weltweit anerkannten Experten für internationale Handelsgeschäfte und Streitbeilegungsverfahren. 
Der Willem C. Vis Moot findet seit 1994 jährlich in Wien statt. Dabei treten z.Zt. etwa 300 Teams von Universitäten aus aller Welt gegeneinander an. 
Um die Beteiligung asisatischer und australischer Universitäten zu steigern, wurde im Jahr 2003/04 ein zweiter Austragungsort in Hong Kong etabliert – der Willem C. Vis East Moot Court. Der Wettbewerb in Hong Kong findet jedes Jahr etwa eine Woche vor Wien statt. 
Der Willem C. Vis Moot ist der weltweit größte und bekannteste studentische Wettbewerb zum privaten Wirtschaftsrecht.  Der Wettbewerb simuliert ein Schiedsverfahren um einen Fall aus dem internationalen Kaufrecht. Über einen Zeitraum von sechs Monaten werden in einer ersten Phase Schriftsätze für Kläger und Beklagten auf Englisch erstellt (Oktober bis Januar) und sich mündlich auf die sogenannten  „Oral Pleadings“ vorbereitet (Phase zwei: Januar bis Februar/März). In Phase zwei nimmt man an sog. „Pre-Moots“ teil, um sich auf den Höhepunkt in Phase drei vorzubereiten. Die Pre-Moots werden von namhaften Kanzleien und Universitäten in ganz Deutschland aber auch in vielen anderen Ländern  organisiert. Das Kieler Team 2017/2018 war beispielsweise bei Pre-Moots in Hamburg bei CMS, in Hannover, Berlin und in London bei White&Case.
Schließlich reist man in Phase drei nach Hongkong und/oder Wien, um dort in einer Woche gegen verschiedene internationale Law School Teams vor Schiedsrichtern aus aller Welt anzutreten und Kläger bzw. Beklagten zu vertreten.
 
Die Teilnahme an einem Team im Willem C. Vis Moot wird von international führenden Anwaltskanzleien und Rechtsabteilungen internationaler Unternehmen als Qualifikationsmerkmal hoch bewertet.