Nachrichten

Tagung über EU-Zivilprozessrecht und Drittstaaten erfolgreich durchgeführt

24.11.2016

Am 2./3.2.2017 veranstaltete das Institut eine internationale Tagung (in englischer Sprache) über "Perspektiven einer weiteren Verbesserung der Justizkooperation im Bereich des Zivilrechts zwischen EU-Staaten und Drittstaaten". Die Tagung war rechtspolitisch ausgerichtet  und soll Anstoß zu einer Diskussion geben, wie die bestehenden EU-Verordnungen (Brüssel Ia-VO, EU-Zustellungs- und Beweisaufnahme-VO) und begleitende Regelungen im Hinblick auf eine stärkere Zusammenarbeit mit Drittstaaten weiterentwickelt werden könnten. Die Teilnehmer der Tagung haben "Recommendations" verabschiedet, die verschiedenen Entscheidungsträgern zugeleitet wurden.

Nähere Informationen über die Tagung hier: http://www.eastlaw.uni-kiel.de/en/events.

Nachruf Prof. Boguslawskij

12.04.2017

Am 6.3.2017 verstarb Prof. Dr. Dr. h.c.. (Kiel) Mark Boguslawskij. Geboren am 8.6.1924 in Moskau, war Prof. Boguslawskij bis zum Ende seines Lebens der bedeutendste russische (früher sowjetische) Wissenschafter auf dem Gebiet des weit verstandenen Internationalen Privatrechts. Sein Lehrbuch zum russischen IPR (erschienen in sieben Auflagen, zuletzt 2016) ist bis heute das Standardwerk in russischer Sprache zu diesem Rechtsgebiet. Grundlegende Arbeiten veröffentlchte er ferner auf den Gebieten des Kulturgüterschutzrechts, des Auslandsinvestitionsrechts und des Recht des Geistigen Eigentums. In all diesen Bereichen war er bahnbrechend für das sowjetische Recht und prägend auch noch für das moderne russische Recht. Von 1994 - 1997 übernahm er, nach der Pensionierung von Prof. Wolfgang Seiffert, kommissarisch die Leitung des Kieler Instituts für Osteuropäisches Recht und blieb auch nach dem Ende dieser Funktion weiterhin in Kiel wohnhaft. Vor allem ihm ist es zu verdanken, dass das Institut eine Vielzahl von Kontakten in die Staaten des postsowjetischen Raums aufbauen konnte. Zu seinem 80. Geburtstag im Jahr 2004 widmete ihm das Institut eine Festschrift ("Russland im Kontext der internationalen Entwicklung: Internationales Privatrecht, Kulturgüterschutz, geistiges Eigentum, Rechtsvereinheitlichung"). Prof. Boguslawskij wirkte auch rechtsreformberatend in vielen Staaten dieser Region, häufig im Rahmen von Projektarbeiten der deutschen Gesellchaft für technische Zusammenarbeit (heute Gesellschaft für Internaitonale Zusammenarbeit). Früher, zu Zeiten der UdSSR, hatte Professor Boguslawskij u.a. an der Gründung der WIPO mitgewirkt und beriet die sowjetische Regierung und Justiz in Fragen internationaler Wirtschaftszusammenarbeit sowie internationalen Privatrechts und des Rechts des Geistigen Eigentums. Zeitlebens setzte er sich für deutsch-russische Verständigung und Freundschaft ein. Er hielt eine Vielzahl von Vorträgen über Russland für die Schleswig-Holsteinische Universitätsgesellschaft und andere Veranstalter in Deutschland, in denen er um Verständnis für sein Heimatland warb. Prof. Boguslawskij war ein großer Anreger, der jüngere Wissenschafterinnen und Wissenschaftler mit großem Engagement forderte und förderte. Die Rechtswissenschaftliche Fakultät der CAU verlieh ihm im Jahr 1998 für seine wissenschaftlichen Leistungen und sein Wirken für gute deutsch-russische Beziehungen ihre Ehrendoktorwürde. Prof. Boguslawskij war gegenüber seinen Mitarbeitern und Schülern anspruchsvoll, setzte sich aber auch voll für sie ein. Er vermied politisches Engagement, obwohl er sich immer auch in einem politischen Umfeld bewegte - blieb aber stets Wissenschafter. Er verfügte über bewundernswerte Fähigkeiten, Kontakte herzustellen und seine Umgebung zu guter, angenehmer Stimmung zu führen. Auch unser Institut hat von seiner Präsenz, seiner wissenschaftlichen Zuverlässigkeit und der von ihm geschaffenen Atmosphäre vieles gewinnen dürfen. Wir sind ihm zutiefst dankbar.

Gemeinschaftsseminar zum vergleichenden Zivilprozessrecht und ADR in Hanoi

12.04.2017

Vom 3.4.-7.4.2017 führte Prof. Trunk mit Studierenden der Rechtswissenschaftlichen Fakultät in Zusammenarbeit mit der Rechtsuniversität Hanoi in Vietnam ein Seminar (in englischer Sprache) über vergleichendes Zivilprozessrecht und Alternative Streitbeilegung durch. Das Seminar schloss sich an die Teilnahme eines Teils der Studierenden am Willem C. Vis Moot 2017 in Hongkong an. Im Rahmen des Aufenthalts in Hanoi fand auch eine wissenschaftliche Tagung über Reformen des vietnamesischen Handelsgesetzes im Licht des CISG und des neuen vietnamesischen ZGB statt. Die Durchführung des Seminars und der Tagung wurden durch die Friedrich-Ebert-Stiftung (in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Deutsches Recht an der Rechtsuniversität Hanoi) sowie durch die CAU unterstützt.

Institut betreut Kieler Willem C. Vis Moot Team 2016-2017 (Hongkong)

12.04.2017

Im Wintersemester 2016/2017 betreute Prof. Trunk, unterstützt durch Anastasia Rogozina LL.M. und Dr. Azar Aliyev LL.M., ein Team der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der CAU für den 14th Willem C. Vis (East) Moot on International Commercial Arbitration. Das Team (bestehend aus Christina Crocker, Gelare Matin, Gesa-Marie Schulz, Songping Que, Anna Voit, nahm mit großem Engagement und erfolgreich an dem Wettbewerb teil, der vom 26.3.-2.4.2017 in Hongkong stattfand. Die Team-Mittglieder erwarben damit sowohl solide Kenntnisse im internationalen Schiedsverfahrensrecht und im CISG als auch Erfahrung in der Vertretung eines solchen Falls in der mündlichen, englischsprachigen Verhandlungen vor internationalen Schiedsrichtern im Wettbewerb mit 130 Teams aus vielen Ländern. Die Teilnahme an dem Wettbewerb wurde dem Kiel durch großzügige Zunwendungen insbesondere der IHK zu Kiel und der Anwaltskanzel CMS ermöglicht.

Tagung über EU-Zivilprozessrecht und Drittstaaten (2017)

24.11.2016

Am 2./3. Februar 2017

veranstaltete das Institut eine internationale Tagung (in englischer Sprache) über

Perspektiven einer weiteren Verbesserung der Justizkooperation im Bereich des Zivilrechts zwischen EU-Staaten und Drittstaaten.

Die Tagung war rechtspolitisch ausgerichtet. Sie war als Anstoß zu einer Diskussion gedacht, wie die bestehenden EU-Verordnungen (Brüssel Ia-VO, EU-Zustellungs- und Beweisaufnahme-VO) und begleitende Regelungen im HInblick auf eine stärkere Zusammenarbeit mit Drittstaaten weiterentwickelt werden könnten. Zum Abschluss der Konferenz verabschiedeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Gemeinsame Erklärung (Text folgt)

Nähere Informationen über die Tagung hier (mit LInks zu Conference Announcement, Call for Papers, Draft Conference Program und Online-Registrierungsformular).

Vortrag Prof. Trunk über politische Beziehungen EU-Russland

10.05.2017

Am 9.5.2017 hielt Prof. Trunk im Rahmen des Europatages der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung (FHVD) in Altenholz einen Vortrag über "Das Verhältnis zwischen Russland und der EU - Von der Notwendigkeit zur Neubestimmung der Beziehungen". Das Programm der Gesamtveranstaltung stand unter dem Titel "Die Machtpolitik Russlands und der Veinigten Staaten - Eine Herausforderung für die Europäische Union".

DRJI-Jahrestagung am 13./14. Oktober 2017

22.07.2017

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in Absprache mit den russischen Teilnehmern des DRJI möchte ich Ihnen hiermit mitteilen, dass der Termin für die diesjährige DRJI-Jahresversammlung nunmehr festgelegt werden konnte. Die Veranstaltung findet am 13./14. Oktober 2017 in Kiel statt.

Die wissenschaftliche Tagung ist für Freitag, den 13.10.2017 geplant und steht unter dem Generalthema: „Aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Rechtspflege in Deutschland und Russland“ (gerne auch aus der Verwaltungs- und Strafjustiz). Neben diesem Generalthema soll ein Schwerpunkt auf „Aktuellen Entwicklungen im Bereich der Internationalen Handelsschiedsgerichtsbarkeit in Russland und Deutschland“ liegen. Voraussichtlich werden an der Tagung auch Vertreter des MKAS (Internationales Handelsschiedsgericht der Russischen Föderation) und der DIS (Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit) teilnehmen.

Anmeldeschluss für die Tagung ist der 8.10.2017.

Am Donnerstag, dem 12.10.2017 ist nachmittags für Interessierte ein Besuch des Landgerichts Kiel zur Information über die dortige Praxis gerichtsgestützter Mediation (Güterichter) vorgesehen. Am Samstag, dem 14.10.2017 ist ein Besuch des Schlosses Eutin mit Führung in die dortigen Sammlungen geplant, die die engen Beziehungen der herzoglichen Familie der Oldenburger zu Russland widerspiegeln.

 

Das Online-Anmeldeformular finden Sie hier.

Tagung über EU-Zivilprozessrecht und Drittstaaten

12.04.2017

Am 2. und 3. Februar 2017 führte das Institut eine internationale Tagung in englischer Sprache über EU-Zivilprozessrecht und Drittstaaten aus rechtspolitischer Perspektive durch. Zum Abschluss der Tagung verabschiedeten die Teilnehmer Empfehlungen über eine systematische Weiterentwicklung des EU-Rechts - im Zusammenwirken mit anderen Institutionen wie insbesondere der Haager Konferenz für IPR - zur Verbesserrung der Justizkooperation mit Drittstaaten.